Die Kreuzvalidierung ist ein wichtiges und in der Künstlichen Intelligenz und im maschinellen Lernen häufig eingesetztes Verfahren. Mit ihr lassen sich die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von Vorhersagemodellen bewerten und verbessern. Abhängig vom Anwendungsfall gibt es verschiedene Arten der Kreuzvalidierung.
Der englische Begriff für Kreuzvalidierung lautet Cross Validation. Bei der Kreuzvalidierung handelt es sich um ein Verfahren aus dem Bereich der Statistik, das bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Bereichen zum Einsatz kommt. Mithilfe des Verfahrens lassen sich die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit statistischer Modelle bewerten, beurteilen und optimieren.
Die Kreuzvalidierung hat sich im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) zu einem wichtigen und häufig angewandten Verfahren entwickelt. Das Verfahren lässt sich einsetzen, um die Zuverlässigkeit und die Leistungsfähigkeit von Vorhersagemodellen, ihren Algorithmen und ihrem antrainierten Verhalten zu beurteilen und zu verbessern. Durch die enormen Fortschritte im Bereich KI und ML, die immer größer werdenden verfügbaren Datenmengen und die stetig steigende Rechnerleistung hat sich die Kreuzvalidierung in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt.
Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an verschiedenen, teils sehr ausgefeilten Arten von Kreuzvalidierungsverfahren, die sich für unterschiedliche Anwendungszwecke einsetzen lassen. Das Grundprinzip der Kreuzvalidierung besteht in der Unterteilung eines Datensatzes und dem systematischen Trainieren und Testen eines Modells mit den verschiedenen Teilen dieses Datensatzes. Die Kreuzvalidierung hilft, Überanpassung (Overfitting) zu erkennen und zu vermeiden und neue, bisher unbekannte Daten effektiv zu verarbeiten.
Die Funktionsweise der Kreuzvalidierung beim Machine Learning
Im Bereich KI und ML ist die Kreuzvalidierung zu einem unverzichtbaren Werkzeug bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Lernalgorithmen und der Vermeidung von Überanpassung geworden. Überanpassung ist ein typisches Phänomen von Vorhersagemodellen und besagt, dass ein Modell nur mit den Trainingsdaten gut funktioniert, bei bisher unbekannten Daten aber eine schlechte Generalisierungsleistung zeigt. Die Kreuzvalidierung hilft sicherzustellen, dass das Modell nicht nur für einen bestimmten Datensatz geeignet ist, sondern eine gute Generalisierungsfähigkeit hat und auch bei neuen Daten zuverlässige Vorhersagen trifft.
Es gibt zwar einige verschiedene Arten von Kreuzvalidierungsverfahren, die grundsätzliche Funktionsweise ist aber immer gleich und lässt sich in folgende Schritte unterteilen:
1. Schritt: Auswahl eines passenden Kreuzvalidierungsverfahrens gemäß den spezifischen Anforderungen und der Art des Datensatzes.
2. Schritt: Aufteilung des Datensatzes entsprechend dem gewählten Verfahren in Trainingsdaten und Testdaten.
3. Schritt: Training des Modells mit den Trainingsdaten.
4. Schritt: Bewertung der Performance des Modells mit den Testdaten.
5. Schritt: Gegebenenfalls Neuaufteilung des Datensatzes und erneutes Trainieren und Bewerten des Modells.
6. Schritt: Analyse der Ergebnisse der verschiedenen Durchläufe und Ableitung eines Gesamtergebnisses.
Die verschiedenen Arten der Kreuzvalidierung
Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Arten der Kreuzvalidierungsverfahren. Sie unterscheiden sich üblicherweise in der Art und Weise der Aufteilung eines Datensatzes in Trainings- und Testdaten und haben für unterschiedliche Anwendungsfälle jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Im Folgenden in kurzer Überblick über einige der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Kreuzvalidierungsverfahren:
Hold-out-Kreuzvalidierung
Die Hold-out-Kreuzvalidierung ist ein einfaches Kreuzvalidierungsverfahren. Es unterteilt einen vorgegebenen Datensatz in einen bestimmten Prozentsatz Testdaten und Trainingsdaten (zum Beispiel 20 Prozent Testdaten und 80 Prozent Trainingsdaten).
K-fold-Kreuzvalidierung
Bei der K-fold-Kreuzvalidierung wird ein Datensatz in K gleich große Teile (Folds) aufgeteilt. Jeder Fold wird einmal als Testdatensatz verwendet. Die anderen K-1-Folds sind im jeweiligen Durchlauf die Trainingsdatensätze. Insgesamt wiederholen sich Training und Test K-mal. Die Ergebnisse aus den K-Durchläufen werden am Ende gemittelt. Die K-Fold-Kreuzvalidierung bietet den Vorteil, dass alle Daten des Datensatzes sowohl als Trainings- als auch als Testdaten verwendet werden.
Leave-one-out-Kreuzvalidierung
Die Leave-one-out-Kreuzvalidierung verwendet jeden Datenpunkt beziehungsweise jede Beobachtung im Datensatz einmalig als Testset. K ist in diesem Fall die Anzahl der Datenpunkte beziehungsweise der Beobachtungen im Datensatz. Alle anderen werden jeweils als Trainingsset verwendet. Wie bei der K-Fold-Kreuzvalidierung erfolgen K Durchläufe. Die Leave-one-out-Kreuzvalidierung eignet sich besonders gut für kleine Datensätze und ist bei großen Datensätzen wenig sinnvoll und sehr rechenintensiv.
Nested-Kreuzvalidierung
Die Nested-Kreuzvalidierung ist eine erweiterte Form der K-fold-Kreuzvalidierung. Sie erweitert das Verfahren um eine zusätzliche innere Schicht der Kreuzvalidierung.
Anwendungsbereiche und Anwendungsbeispiele der Kreuzvalidierung
Es gibt zahlreiche Anwendungsbereiche und praktische Beispiele für den Einsatz der Kreuzvalidierung. Kreuzvalidierungsverfahren werden sowohl in der Forschung und im wissenschaftlichen Bereich als auch im Unternehmensbereich und in der Industrie genutzt. Einsatzbeispiele der Kreuzvalidierung sind in der Verarbeitung natürlicher Sprache, im maschinellen Sehen (Computer Vision) und in der Objekterkennung, beim autonomen Fahren, bei Echtzeitvorhersagen und -entscheidungsprozessen in Unternehmen, bei der Validierung von Risikomodellen im Finanzsektor, bei der Entwicklung von medizinischen Diagnosemodellen, bei der Vorhersage des Kundenverhaltens im Marketingbereich, bei Empfehlungssystemen und in vielen Bereichen mehr zu finden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.